Denkst du schon an Morgen?

Wie hast du dich eigentlich auf Corona vorbereitet? Und damit meine ich nicht, wie viele Konservenbüchsen du oder deine Eltern gekauft haben, sobald klar war, dass deine Schule und auch sonst fast alles geschlossen werden. Ich war ehrlich gesagt nicht vorbereitet. Die einzige Vorbereitung, die ich getroffen hatte, bestand darin, dass ich einige Bücher von der Uni nach Hause nahm – zum Glück, denn in der nächsten Woche waren die Bibliotheken bereits zu. Wie gesagt, ich war nicht vorbereitet. Das zeigt sich auch an meiner Reaktion. Der erste Tag zu Hause bestand nicht wirklich aus Home Office, sondern mehr aus Home Gaming. Der zweite Tag auch und so ging es weiter. Wenn sich aber der Alltag wie ein unendlich langes Wochenende anfühlt, dann läuft etwas falsch. Ausser es sind Ferien, dann ist es ok.

Noch einmal, wie hast du dich eigentlich auf Corona vorbereitet? Wahrscheinlich gar nicht, oder? Und daran kannst du auch nichts mehr ändern. Was du aber beeinflussen kannst, ist deine Vorbereitung für die Zeit nach Corona. Diese Frage stellst du dir im besten Fall jetzt und nicht erst dann, wenn es schon zu spät ist. Vielleicht geht es dir ein wenig wie mir, der die Vorzüge eines entschleunigten Lebens geniesst und nicht mehr von Termin zu Termin hetzen muss. Plötzlich werden andere Sachen wichtig: Ich hatte lange nicht mehr eine so schöne Zeit mit meinen Brüdern und ich hatte in diesen Wochen noch nie das Gefühl, dass wir aufeinander herumsitzen oder uns überdrüssig werden. Endlich finde ich Zeit Bücher zu lesen, die noch ungelesen in meinem Regal liegen. Es ist zwar nicht immer einfach, aber sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, Fragen zuzulassen oder aufgeschobene Angelegenheiten zu klären, ist wichtig und tut gut. Ebenso heilsam ist es, Zeit mit Gott zu teilen, was noch nie so einfach war wie heute, denn es schiessen momentan digitale Angebote, Predigten, Podcasts etc. aus dem Boden wie verrückt. Mir werden in dieser Zeit der Ruhe und Isolation viele Sachen bewusst und wichtig, und dir geht es vielleicht ähnlich.

Aber sind das nur Begleiterscheinungen einer erzwungenen Situation? Verblasst das alles, sobald der alte Alltag wieder kommt? Oder habe ich einen Einfluss darauf? Kann ich mich entscheiden? Klar ist, nach Corona wird die Welt eine andere sein. Und auch ich und du werden uns zwangsläufig verändern. Wer ich morgen sein werde, hängt zum grossen Teil mit Entscheidungen zusammen, die ich heute treffe. Darum: Welche Vorbereitungen triffst du für die Zeit nach Corona?













Mein Tipp:
  1. Mache dir bewusst, was wichtig ist (Vergleiche den Blogeintrag Pur) und was du neu schätzen gelernt hast
  2. Notiere es
  3. Erstelle dir eine Erinnerung auf dem Smartphone mit etwas, das dir jetzt ans Herz gewachsen ist, die in einem halben Jahr erscheint. (Du kannst dir natürlich auch eine wöchentliche Erinnerung einstellen, um dich regelmässig daran zu erinnern, was dir wichtig geworden ist)
  4. Setze es um (Falls es dir wirklich wichtig ist, dann machst du das am besten jetzt gleich)

Joshua Bartholdi

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Danke!

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