Daheim bleiben


Ich blicke zurück und überlege, was mir das „daheim bleiben“ beschert hat?
  • Der Tiefkühler wurde endlich mit selbst gebackenem Brot aufgefüllt. Wieder selber Brot zu backen, habe ich mir letztes Jahr x-mal vergeblich vorgenommen.
  • Unser altes, knorriges Haus durfte sich darüber erfreuen, dass alle seine Fenster geputzt und die Böden wieder einmal feucht aufgenommen wurden - sonst eben eher eine Seltenheit.
  • Der Garten wurde tatsächlich erfolgreich gänzlich vom Unkraut befreit. (Im Normalfall beginne ich motiviert an einer Ecke. Bis ich jedoch dazu komme, eine zweite Ecke auch zu bearbeiten, ist das Kraut im ersten Teil bereits wieder nachgewachsen.)
  • Der Kasten mit den Spielen wurde aufgeräumt. Dabei fanden vereinsamte Puzzleteile zum entsprechenden Gesamtbild zurück. Auch sind alle farbigen Töggeli-“Familien“ des Eile mit Weile-Spiels wieder komplett. 
  • Natürlich gaaanz viel Familienzeit. Sehr enge Gemeinschaft, phuuuh! 😜 Sich neu miteinander arrangieren und darin sich auch wieder ganz neu kennenlernen.
  • Keine einzige Verabredung oder Sitzung am Abend. JEDEN Abend frei! Der Tag kann dementsprechend ausplemperlen, wie es zum vergangenen Tag passt. Herrlich!
  • ...
Ohne dass ich mir diese Dinge zerknirscht vorgenommen hätte, sind sie einfach passiert.

Im grossen und ganzen kann ich sagen, das zu Hause sein hat mich zu mir selber heim gebracht. Die vergangenen Monate war ich in alle Richtungen nach aussen hin verzettelt, aber nicht bei mir selber. Ich fühle mich zum ersten mal seit langem wieder richtig entspannt.
Zu Hause sein, bei mir sein. Ein unerwartetes Geschenk von Gott.


Wie geht es dir, mit dem daheim bleiben?

Foto: Flenn May


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