Der Frühling, der nichts von Corona wusste...

Alles steht still - so ruhig war es noch nie, seit ich mich erinnern kann. Die Terminkalender sind leer, alles ist abgesagt. Keine Veranstaltungen, nichts mehr mit "eis go näh" am Feierabend, stattdessen die Anweisung: zu Hause bleiben! Doch, stimmt das wirklich? Passiert wirklich nichts mehr? Steht wirklich alles still? Nein. die Natur befreit sich schon seit Wochen aus dem Winterschlaf, überall spriesst und blüht es. Weiss denn der Frühling gar nichts von Corona? Die atemberaubende Bergsicht ruft es mir in's Gedächtnis: Die Schöpfung ist in ihrer ganzen Pracht verfügbar! 

Wenn alles andere abgesagt ist, bemerke ich plötzlich die Dinge, die mir vorher als selbstverständlich vorkamen. Was passiert, wenn alles von Menschen geschaffene auf ein Minimum heruntergefahren wird? Was bleibt dann noch übrig? Ganz klar: Gott. Was von Gott erschaffen wurde, kann man nicht stoppen und verbieten. IHN kann man nicht stoppen. Er steht über allem, was im Moment auf der Welt gerade passiert. Seine Schöpfung macht bei den Einschränkungen nicht mit und Gott lässt es Frühling und Sommer werden, unabhängig von den Menschen. Wir können Gott nicht kontrollieren. 

Wenn wir in die Schöpfung schauen (dafür haben wir ja im Moment genug Zeit :)), sehen wir den Schöpfer. In der Bibel steht, dass die Menschen schon immer in der Schöpfung Gott gefunden haben. Wer sonst könnte eine solche Verschwendung von Schönheit erschaffen? 
Mach mal dein Fenster auf. Hier auf dem Land sind wir ja privilegiert, fast immer ein Stück Natur sehen zu können. Oder mach einen Spaziergang. Vielleicht möchte Gott mit dir sprechen?

Lea Oetiker

Foto: Kathi Sudler

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