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Die unbarmherzigen Samaritaner oder warum man mit Feuer nicht spielen sollte

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Ich liebe Comics! In letzter Zeit habe ich wieder mehr gelesen, gerade auch seit ich meistens zuhause bin. Lachen ist manchmal so befreiend! Hast du schon mal über etwas gelacht, das in der Bibel steht? Ich schon. Manche Geschichten sind wirklich comicreif…

Eine dieser Stellen handelt von Jesus und seinen Jüngern und steht im Buch Lukas, Kapitel 9, Vers 51-56. An der Stelle wird erzählt, dass Jesus auf dem Weg nach Jerusalem ist, und eine Unterkunft zum Übernachten braucht. Er hat einige seiner Leute vorausgeschickt, die in einem Dorf schon mal alles vorbereiten sollten. Es ist ein samaritanisches Dorf, und als die Einwohner hören, dass die Reisegruppe nach Jerusalem unterwegs ist, verweigern sie ihnen jegliche Gastfreundschaft. Was deutlich zeigt, dass die Beziehung zwischen Juden und Samaritaner problematisch war.

Da sagen zwei Freunde und Jünger von Jesus, Johannes und Jakobus: «Jesus, dass brauchst du dir doch nicht gefallen zu lassen! Sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel f…

"Bahnt einen Weg für Wladimir Yourkewitsch..."

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Hätte die New-Yorker Bevölkerung von 1942 dem russichen Schiffsingenieur einen Weg gebahnt, hätte er entscheidende Hilfe leisten und den Untergang eines Schiffes verhindern können...

Aber was war überhaupt geschehen? Beginnen wir von vorne mit der Geschichte eines verkannten
russischen Schiffsingenieurs. In der Hochblüte der atlantischen Passagierschiffsfahrt liess Frankreich das prunkvolle Schiff "Normandie" bauen. Es ging um Prestige, man wetteiferte, wer den Atlantik noch schneller durchkreuzen kann. Nun lancierte die Grande Nation dieses ambitiöses Projekt; war es doch seinerzeit das grösste und längste Schiff, es sollte der Stolz Frankreichs werden. Der russische Schiffsingenieur Wladimir Yourkewitsch war für die Planung und Realisierung dieses Luxusliners verantwortlich.


Trotz Weltwirtschaftskrise lief die "Normandie" 1932 vom Stapel und absolvierte 1935 ihre Jungfernfahrt. Prompt brach sie sowohl den Geschwindigkeitsrekord von Le Havre nach New York (4 Ta…

Mein Biest (SVFW)

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Immer mal wieder schleicht es sich an, das hässliche Biest. Gedeckt getarnt, mit einem süssen Lächeln auf dem Gesicht. Oft bemerke ich es zu spät, schon hat es zugeschlagen und meine Gedanken verseucht: Die Menschenfurcht.

Ich ertappe mich bei dem Gedanken: "Was denkt er oder sie wohl jetzt über mich?", "ist mein Mail gut angekommen?", "hat er oder sie mich noch gern?". Gerade jetzt, wo jeder des anderen Polizisten spielt, fällt mir die ganze Thematik noch mehr auf. So richtig zu entfalten hat sie sich begonnen, als ich meinen Monatsvers für den Mai las: Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein? Römer 8,31b

Folgende Notizen habe ich mir zu diesem Vers aufgeschrieben:
Die Meinung Anderer, Menschenfurcht. Sie ist unmöglich und destruktiv. Eine Segenshemmerin, Vergleichsfördererin, Fokustrüberin, Wahrheitsverdreherin. Ich will ihr keinen Raum geben, doch sie reisst ihn sich doch immer wieder an sich, dieses Biest. Jesus, du bist Meister im Biester erl…

Corona - die Krone

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Bist du vielleicht ein «Corona-Träger»? Was für eine Ironie! Die Krone ist ein Ausdruck der herrschaftlichen Würde und Macht. Das unsichtbare, unheimliche Virus heisst Corona und scheint die Herrschaft über unsere Welt zu haben. Niemand von uns möchte Träger dieser gefährlichen, todbringenden Krone sein!

Wie gehen wir als Christen durch diese Coronazeit? Vielleicht ist es ganz gut, wenn wir uns gegenseitig zusprechen, dass wir eine unsichtbare «Corona» tragen, dass wir gekrönt sind mit Gnade und Barmherzigkeit (Ps 103,4), mit Ehre und Herrlichkeit (Ps 8,6)! Der Prophet Jesaja spricht davon, dass wir eine Krone in der Hand Gottes sind. Ein Bild, das ausdrückt, wie kostbar und wertvoll wir sind.

Jesus Christus hat für uns eine Dornenkrone getragen und wurde als König der Juden verspottet, verurteilt und gekreuzigt. Als der Auferstandene kehrte er zu seinem Vater im Himmel zurück und wurde mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt (Hebr. 2,9). Er allein ist der wahre König und alle Macht geh…

Restart oder Neustart?

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Blick Schlagzeile: «Was lernen wir daraus?»

SRF Tagesschau: «Ab morgen geht das Leben wieder weiter.»


Es schiint mer so als het de Bundesrat fürd Schwizer de Button On wieder druckt. Ab hüt sind en huufe Mamis froh das ihri Chinde wieder ihd Schuel gönd, vill Lüt gönd wieder go schaffe und freued sich uf de neui Alltag. Und ich möchte am liebste säge: Moment stop, ich bruch no meh Zit zum Nahdenke…nahdenke über eusi Gsellschaft…über s ah Jesus glaube…und über de Uftrag wo ich ich dere Welt derf usfüehre als Jüngerin vo Jesus….Was isch s Ziel?...will ich restarte oder neu starte?


Wenn mir ih de Sprüch 6 vo de Bible gönd go nahforsche gits die Stell wo de Vater sim Sohn sozäge en rechte Tritt in Arsch git. Kurz zämegfasst: Mach mal was, du Fuulpelz! Hert z schaffe ghört also irgendwie zur Bible. Genauso wis zur Bible ghört das mir eus Sorg hebed und guet uf eusi Gsundheit, euse Körper achtet, das chasch nahläse im 1. Korinther 3.17.


Vor em Lockdown, isches fatal gsi, wenn ich en Tag kran…

Mein neuer Job. Oder: wenn alles anders kommt.

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Seit Mitte März arbeite ich an einer Mehrklassenschule mit einer altersdurchmischten Kleinklasse. Daneben organisiere ich Unterhaltsarbeiten und Reinigung der Schulgebäude, mache Materialbestellungen und koordiniere den Ernährungsplan für die Schulküche. Ausserdem halte ich regelmässig Workshops zum Thema Kommunikation und Teamarbeit ab und leite das Freizeitprogramm der Schülerbetreuung. Ich arbeite unentgeltlich, nur gegen Kost und Logie!

Und dass, obwohl ich keinen einzigen Tag an der Pädagogischen Hochschule studiert habe. Entweder bin ich ein Naturtalent, oder ich habe keine Wahl.

Oder um es weniger schön auszudrücken: Wegen der momentan herrschenden Pandemie bin ich von heute auf morgen Lehrerin für 3 Kinder geworden. 3 verschiedene Alters- und Schulstufen. Ich versuche aus dem Stand zu erklären, zu korrigieren und anzuleiten. Daneben versuche ich, einen Haushalt am Laufen zu halten, gescheites Essen auf den Tisch zu bringen und mich mit den Kindern täglich draussen zu bewegen…

Auf der Suche nach der Oase in der Wüste

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Vielleicht hast du das Gefühl, dass man dich gerade in die Wüste geschickt hat. Alles, was das Leben lebenswert, abwechslungsreich und spannend macht, existiert praktisch nicht mehr: Restaurants, Kinos, Sportanlässe, Konzerte, im Stübli essen, Höcks, Schuhgeschäfte (Ich brauche neue Joggingschuhe) sind geschlossen oder abgesagt. Fast alle Aktivitäten reduzieren sich innerhalb der eigenen vier Wände. Mein Zuhause ist gleichzeitig ein X-Stern-Restaurant, ein 4-Saal-Kino, ein Gaming-Palast, Fitnessstudio, Café, Bandraum, Universität, Bibliothek, Büro und Kirche, aber wir sind uns wohl einig, dass das irgendwie doch nicht das Gleiche ist. Trotz all diesen Möglichkeiten schmeckt das Leben in der Isolation fad. Es ist öde, leer und einsam, eben wie in einer Wüste. Fühlst du dich auch so, als ob du in die Wüste geschickt wurdest?

Eine Wüste ist ein Ort, an dem ein Mensch eigentlich nicht sein will, denn sie ist eine unbebaute und unbewohnte Gegend, die im schlimmsten Fall tödlich ist. In ei…

Daheim bleiben

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Ich blicke zurück und überlege, was mir das „daheim bleiben“ beschert hat? Der Tiefkühler wurde endlich mit selbst gebackenem Brot aufgefüllt. Wieder selber Brot zu backen, habe ich mir letztes Jahr x-mal vergeblich vorgenommen.Unser altes, knorriges Haus durfte sich darüber erfreuen, dass alle seine Fenster geputzt und die Böden wieder einmal feucht aufgenommen wurden - sonst eben eher eine Seltenheit.Der Garten wurde tatsächlich erfolgreich gänzlich vom Unkraut befreit. (Im Normalfall beginne ich motiviert an einer Ecke. Bis ich jedoch dazu komme, eine zweite Ecke auch zu bearbeiten, ist das Kraut im ersten Teil bereits wieder nachgewachsen.)Der Kasten mit den Spielen wurde aufgeräumt. Dabei fanden vereinsamte Puzzleteile zum entsprechenden Gesamtbild zurück. Auch sind alle farbigen Töggeli-“Familien“ des Eile mit Weile-Spiels wieder komplett. Natürlich gaaanz viel Familienzeit. Sehr enge Gemeinschaft, phuuuh! 😜 Sich neu miteinander arrangieren und darin sich auch wieder ganz neu ke…